Birdy – Beautiful Lies

Jasmine van den Bogaerde, besser bekannt als Birdy, kann mittlerweile stolz darauf zurück blicken, was sie in ihrer bisherigen Karriere schon erreicht hat. Nicht, dass diese sich dem Ende nähern würde – nein, das verrückte ist, dass Birdy nicht einmal 20 Jahre alt ist, aber mit Beautiful Lies nun ihr drittes Studioalbum veröffentlicht.

Eine Karriere, wie sie nur selten zu finden ist. Geboren wurde Jasmine 1996 (!) in Lymington im Süden Englands. Als Tochter eines Autors und einer Konzertpianistin orientierte Birdy sich schon extrem früh in Richtung Musik, bereits mit 7 Jahren lernte sie das Klavierspielen und begann nicht wesentlich später damit, selber Songs zu schreiben.

Mit gerade einmal 15 Jahren veröffentlichte Birdy ihr gleichnamiges Debütalbum. Darauf waren unter anderem ein Cover von Bon Iver’s Song „Skinny Love“ und dem Titel „Shelter“ von The XX zu hören, die auch heute noch zu den bekanntesten Songs der Künstlerin gehören. Zwei Jahre später folgte das zweite Album Fire Within, das in Deutschland Goldstatus erreichte.

Mit Beautiful Lies veröffentlicht Jasmine van den Bogaerde ihr drittes Studioalbum, welches seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Nach wie vor besitzt Birdy das Potential, Menschen in Tränen ausbrechen zu lassen, sie verzaubert aber ebenso manches Gesicht mit einem nicht weichen wollenden Lächeln.

Insgesamt 18 Songs auf der Deluxe Version – Beautiful Lies geht definitiv als Longplayer durch. Innerhalb dieser Songs gibt es ein Auf und Ab von Höhen und Tiefen. Dabei mischt sich neben der elementaren Stimme der Sängerin und dem ebenso wichtigen Piano auch ab und mal eine Spur Percussions ein. Doch zu wirklicher Höchstform läuft die junge Britin tatsächlich nur in reiner Kombination mit sanften Pianoklängen auf. In „Unbroken“ beispielsweise passt die Kombination aus Birdy’s Stimme und der begleitenden Melodie perfekt – die daraus resultierende Atmosphäre fesselt vollkommen.

Beautiful Lies beinhaltet einige Stücke, in denen Birdy ihr übliches Schema verlässt und einfach mal experimentiert. Im Song „Winter“ beispielsweise verzichtet die Künstlerin auf das Piano und greift zur Akustikgitarre und erschafft auch so einen relativ dominanten Klang. Die Britin versucht definitiv, ihr eigenes Klangbild zu erweitern, Beautiful Lies ist einen großen Schritt von den Ursprüngen der Künstlerin entfernt. Stellenweise funktioniert das ganz gut, doch teilweise ist das Resultat einen Tick zu kraftvoll. Denn das grundlegende Element der Musik bleibt einfach die Stimme der Künstlerin, und die ist an sich schon so kraftvoll, das in Kombination mit einem Schlagzeug teilweise schon fast ein Kräftemessen entsteht. Das macht die Platte zwar abwechslungsreicher als manch andere vergleichbare Veröffentlichung, doch für das eigentliche Feeling der Musik ist dieser Kampf eher kontraproduktiv.

Die Songs, die letztendlich überzeugen, sind nach wie vor die ruhigeren. Denn die gehen einfach unter die Haut.

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Lars Junker

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Lars Junker

Gründer hier. Indie-Kram, gerne auch mal leise, manchmal laut. Vinyl und Kaffee.

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