The Naked And Famous – 07.02.2017 – Köln, Die Kantine

Das Konzert der Indierocker aus Auckland bot keinen Moment der Langeweile, sondern im Gegenteil wesentlich mehr Höhepunkte als erwartet

Zahlreiche Fans die am Dienstagabend in der Kölner Kantine zu Gast waren bewiesen auch dem letzten Zweifler, dass The Naked And Famous absolut kein One-Hit-Wonder sind. Über anderthalb Stunden wurde kein einziger Song gespielt, der nicht super vom Publikum aufgenommen wurde. Durststrecken, die bei vielen Auftritten vorkommen hat die Gruppe dabei gekonnt umschifft und sich eine Setlist zusammengebaut, die keine Wünsche offenließ.

Den Anfang machten mit „The Water Beneath You“ und „Higher“ zwei Lieder des neuen Albums Simple Forms, welches in Deutschland erst letzte Woche veröffentlicht wurde. Dann ging es direkt mit Vollgas weiter, als das Quintett mit „All Of This“ und „Punching In A Dream“ zwei Hits ihres ersten Albums nachlegte.

Doch nicht nur schnelle Popstücke liegen im Spezialitätsbereich der Band: die Lieder, von denen die Zuschauer live am meisten mitgerissen wurden waren die Duette zwischen Sängerin Alisa Xayalith und Gitarrist und Sänger Thom Powers. „Losing Our Control“ von Simple Forms und ganz besonders „Girls Like You“ von Passive Me, Aggressive You wurden absolut umwerfend vorgetragen. Letzterer Song ist immerhin nicht ohne Grund schon lange ein Publikumsliebling. Eine schöne Ergänzung hierzu war dann noch das Lied „Last Forever“, welches in der Zugabe akustisch gespielt wurde, bevor die fünf Neuseeländer den Abend mit „Rotten“ abschlossen.

Auch allgemein war die Stimmung super, das Publikum war sehr gemischt und enthielt vom Metaler bis zur Eltern-Kind-Kombination die verschiedensten Menschen. Die Band spielte ihre Songs nah an den Originalversionen, ergänzt durch ein paar kleine Verlängerungen und Abweichungen, die das Konzert rund machten. Xayalith brauchte zwar den ersten Song um stimmlich ganz reinzukommen, entschädigte dafür aber durch jeden einzelnen der folgenden Songs mit einer starken Performance.

Falls ihr also einmal die Chance haben solltet, euch The Naked And Famous live anzugucken, solltet ihr diese definitiv ergreifen – es lohnt sich.

Links:

Facebook
Homepage

Foto: Samantha West

Alexander Mann

About author

Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

One Comment

Comments are closed.