Enter Shikari – 08.05.2017 – Düsseldorf, Zakk

„Wir sind Enter Shikari und wir kommen vom Planet Erde!“ – Düsseldorf wurde von vier Briten ordentlich auf Zakk gebracht

Wie es sich gehört, begann der Montagabend im Zakk mit einer Vorband. Mitgebracht hatten Enter Shikari die Band Mallory Knox aus Cambridge, die ihre Sache sehr gut machten, und für die allem Anschein nach selbst der eine oder andere Zuschauer zum Konzert gekommen war.

Während des Warm-Up und der Umbaupause kamen Rou und Rob von Enter Shikari schon einmal zur Bar, unterhielten sich kurz mit ihren Fans und machten ein paar Fotos.

Dann ging es für sie und ihre beiden Kumpanen auf die Bühne, wo sie eine absolut mitreißende Show spielten. Ganz nach dem Leitmotiv der Tour wurde so gut wie jeder Song des Debütalbums der Band, Take To The Skies, gespielt, ergänzt durch aktuellere Lieder, wie “Redshift” und “The Appeal & the Mindsweep II”.

Interessant ist bei den Shows von Enter Shikari (zumindest im ersten Moment) immer das aktuelle modische Auftreten von Frontmann Rou Reynolds. Spielte er vor zwei Jahren in Köln noch im Jackett, trat er in Düsseldorf in Nerd-Brille und Hawaiihemd auf. An der Performance hatte sich jedoch nichts geändert: Wie immer übernahm er die Rolle des Frontmanns mit Bravour und tobte sich ohne Pause aus.

Die Stimmung war fantastisch und durch ausreichenden Platz im Club konnte vor der Bühne auch munter gemosht werden, während hinten die Leute standen, die die Sache entspannter angingen. Ganz ruhig wurde es jedoch am Ende des Main-Sets, als Reynolds einen Song ankündigte, der sich über die Jahre von seiner ursprünglichen Bedeutung entfernt habe, und somit mittlerweile sowohl auf Hochzeiten als auch Beerdigungen gespielt worden war. Außerdem wollte der Sänger im Publikum mindestens zehn Leute weinend sehen. Natürlich war die Rede von „Adieu“, welches wirklich berührend vorgetragen wurde. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass dort eigentlich eine Metalcore-Band auf der Bühne stand.

So durfte das Konzert aber natürlich nicht enden, also wurde in der Zugabe mit weiteren drei Songs noch einmal alles herausgeholt, bis das Publikum schweißnass nach Hause geschickt wurde. Es war mal wieder klasse, und es bleibt zu hoffen, dass wir in 15 Jahren dann eine Tour zum 25. Jubiläum bekommen.

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Foto: Pressefreigabe

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.