Albumcover

Ezra Furman – Twelve Nudes

Ezra Furman ist nur eineinhalb Jahre nach “Transangelic Exodus” wieder da und hat all seine Wut auf die Welt auf seiner neuen Platte “Twelve Nudes” herausgeschrien. Punk vom Feinsten!

Der aus Chicago stammende Ezra Furman hat ein von der ersten Sekunde an rohes, wütendes und punkiges Album produziert. In Twelve Nudes klagt und prangert er an was in der Gesellschaft falsch läuft. Dabei wird er nie gänzlich unmelodiös, jeder soll dazu angehalten werden in seinen Songs mitzugrölen.

Ezra Furman zeigt eine bisher unbekannte schroffe Seite von sich. Während er mit dem Vorgänger Transangelic Exodus noch ein starkes Konzeptalbum abgeliefert hat, erwartet einem bei Twelve Nudes sehr reduzierte und trotzdessen geniale Musik.

Der Song “Evening Prayer aka Justice” ist mit seiner wütenden Predigt ein Paradebeispiel für den Stil der Platte. Simple Gitarre, ein Ezra der kurz davor ist seine Stimmbänder zu zerstören und ein Text der bewegt. Auch angesichts von rotzfrechen Songs wie “Rated R Crusaders” spricht Ezra nicht umsonst über die Platte wie folgt:

This is our punk record. We made it in Oakland, quickly. We drank and smoked. Then we made the loud parts louder. I hurt my voice screaming. This was back in 2018, when things were bad in the world. The songs are naked with nothing to hide.” 

Wer den melodischen Ezra Furman sucht, wie man ihn von den Vorgängeralben kennt, der wird auf jeden Fall beim Song “I Wanna Be Your Girlfriend” fündig. Ein starkes Stück, dass nach “Trauma” und “Thermometer” zu einer kurzen Atempause einlädt.

Insgesamt ist die Platte sehr rough produziert, manche Black-Metal-Band wäre neidisch um diesen Sound. Nicht mal 30 Minuten lang überbieten sich die vor sich hin schreddernden Gitarren und der Gesang von Ezra Furman regelmäßig gegenseitig. Das Album ist ein kurzweiliges aber zugleich wichtiges Ventil für all den Mist der gerade in der Welt passiert.

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Bildquelle: Pressefreigabe

Daniel Guggeis

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