Metronomy – Metronomy Forever

Auch beim sechsten Studioalbum geht Metronomy ihre musikalische Chuzpe nicht verloren. Sie feiern das 20-jährige Bestehen der Band in gleich 17 Songs.

Jospeh Mount, Kopf der Band, hat sich für dieses Album wieder ein spezielles Konzept ausgedacht. Metronomy lebt nicht für Singles, sondern für das Konstrukt Album, alles muss nahtlos ineinander übergehen und klingt dabei sowohl kunstvoll als auch akribisch gedacht.

Es ist also nicht ungewöhnlich, dass zum Band-Jubiläum die Hochzeitsglocken im Intro läuten. Die erste Phase des Albums wird so eingeläutet. Der erste Song “Whitsand Bay” erinnert nicht nur namentlich an den Metronomy-Hit “The Bay” ihres Bestsellers “The English Rivera”, sondern arbeitet auch den Stil von damals auf. Auch “Insecurity” und “Salted Caramel Ice Cream” reihen sich nahtlos in die Metronomy-Hitparade ein.

Phase Zwei des Albums wird mit entspannten Synthie-Sounds und einer kurzen Autofahrt eingeleitet. Mit insgesamt sechs Songs fällt dieser Part am längsten aus und wird dabei vom Herzstück “Lately” geprägt. Denn ansonsten lässt Joseph sehr viel Raum für das Instrumentale in diesem Abschnitt der Platte. “Lying Low” und “Forever Is A Long Time” kommen ganz ohne Lyrics aus. Auch “The Light” ist in dieser Hinsicht sehr minimalistisch angehaucht.

Der finale Part der Platte bahnt sich durch dramatische Synthies an, man erwartet schon ein Songkonstrukt a la Jon Hopkins, wird dann aber leicht enttäuscht. Das an den Interlude anschließende “Miracle Rooftop” fällt etwas harmloser aus als gedacht. Das Album ist durch eine innere Zerissenheit geprägt, ein Album das klingt als wäre es in drei unterschiedlichen Lebensphasen geschrieben worden. Die Tracks “Upset My Girlfriend” und “Wedding Bells” bieten einen wohlwollenden, aber zugleich ruhigen Abschluss des sechsten Studioalbums von Metronomy.

Wer die Vorzüge der neuen Platte live genießen möchte, kann das demnächst in folgenden Städten tun:

21.10.19 – München – TonHalle
22.10.19 – Köln – Carlswerk Victoria
23.10.19 – Hamburg – Docks
24.10.19 – Berlin – Coloumbiahalle
26.10.19 – Offenbach – Capitol

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Bildquelle: Pressefreigabe

Daniel Guggeis

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