Interview: Blood Red Shoes

Nach fünf Jahren Pause haben sich Laura-Mary Carter und Steven Ansell wieder als das dynamische Alternative-Rock Duo Blood Red Shoes zusammengerauft und starten wieder voll durch. Nachdem sie mit ihrem neuesten Album “Get Tragic” schon eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie die Szene auch weiterhin aufmischen werden, sind sie momentan wieder durch ganz Europa unterwegs. Wir haben die beiden vor ihrem Konzert in München getroffen.

Wie ist das Touren so nach der langen Pause?

Laura-Mary: Es hat ein wenig gebraucht, um sich wieder daran zu gewöhnen. Aber andererseits machen wir das schon seit einer sehr, sehr langen Zeit und sind deshalb erfahren darin. Es tut gut, das neue Album live und mit neuen Leuten zu spielen.

Steven: Genau, das ist auch die große Neuerung: Wir sind jetzt zu viert auf der Bühne. Es fühlt sich dadurch ein wenig wie eine Erwachsenen-Version unseres Tourlebens an. (lacht)

In den letzten Monaten durftet ihr die legendären Pixies als Support begleiten. Waren sie ein Teil der Musik euer Kindheit und Jugend?

Steven: Ganz großer Bestandteil.

Laura-Mary: Oh ja, für uns beide. Wir lieben sie und genau genommen haben sie uns auch als Musiker sehr geprägt. Dementsprechend war es eine extrem große Ehre, mit ihnen spielen zu dürfen. Wir sind sehr happy.

Steven: Wenn du mein 15-jähriges Ich und das von Laura gefragt hättest, was ihre Top 3 Bands sind, mit denen sie am liebsten touren würden, wären die Pixies definitiv dabei. Bei mir wahrscheinlich sogar Platz 1. Ansonsten wahrscheinlich PJ Harvey; Nirvana wäre ja leider keine Option, nicht wahr? Ohne diese Bands hätten wir jedenfalls niemals die Musik gemacht, die wir heute spielen. Wenn wir nicht mit dieser Art von Musik aufgewachsen wären. Ich kann mir kein Leben ohne sie vorstellen.

Laura: Ich auch nicht.

Und jetzt seid ihr auch endlich wieder mit euren eigenen Headlinershows unterwegs. Die Zeit zwischen eurer letzten Tour und dieser war ziemlich turbulent, nicht wahr?

Laura-Mary: Ja, es gab genug Probleme.

Steven: Wir kamen als Band an einen Punkt, an dem wir einfach Pause drücken mussten – um uns selbst zu schützen. Und das haben wir dann auch gemacht. Eigentlich wollten wir auch gar nicht so lange pausieren wie wir es letztendlich getan haben. Es war nur so, dass wir sobald wir uns wieder zusammengerauft und die Differenzen aus dem Weg geräumt hatten, in einen Krieg mit Betrügern und Vampiren aus der Musikindustrie geraten sind, die uns sehr viele Probleme bereitet haben. Wir hatten einen grauenhaften Deal mit einem Finanzunternehmen, mit denen wir einige juristische Kämpfe austragen mussten. Wir haben zwei Manager hintereinander feuern müssen, die vollkommen inkompetent waren und es nicht geschafft haben, ein fertiges Album zu releasen. Deshalb haben wir “Get Tragic” dann über unser eigenes Label veröffentlicht. Wir sind einfach alle losgeworden und haben viel mehr geschafft, als zuvor. In zwei Monaten haben wir das erreicht, was wir in 18 Monaten mit der Musikindustrie im Rücken nicht geschafft haben. Es war einfach nur verrückt. Aber ja, es sollte auf keinen Fall so lange dauern. Es haben einfach einige Leute alles abgefucked, inklusive wir.

Seht ihr eure Rückkehr als Weitermachen oder als Neustart?

Laura-Mary: Ich sehe es eher als Weitermachen. Es ist zwar ein frisches Gefühl durch die ganzen Neuerungen, aber am Ende sind es doch wieder nur wir zwei. Wir haben einen langen Werdegang hinter uns und haben das Gleiche erlebt.

Steven: Ja, es ist quasi das gleiche Buch, nur ein neues Kapitel. Oder eine neue Episode. Eine Evolution wenn man es so will, wir haben ja nicht alles vorherige gelöscht oder hinter uns gelassen. Es entspricht mehr einem Sprung, den wir gemacht haben im Gegensatz zu unseren alten Alben und Konzerten – mit den extra Livemitgliedern in der Band und dem neuen Sound den wir ausprobieren. Aber das ist immer noch sehr viel „Wir“.

Und dieses neue Kapitel ist ziemlich grün muss ich sagen.

Laura-Mary: Stimmt, das ist auch ein geplanter Teil der Erneuerung.

Steven: Die Farbe hat so viele Bedeutungen: Wiedergeburt, Erneuerung, Wandel, Hoffnung. Grün ist auch einfach eine Farbe, die ziemlich wenig benutzt wird. Jede Rockband verwendet rot. Es ist einfach krass, alle bleiben beim Schema F hängen. Ich mag den Gedanken, dass wir eine Farbe verwenden, die nicht derselbe Scheiß ist wie bei allen anderen. Grün wird viel zu wenig wertgeschätzt. Außerdem ist Laura irisch, also ist alles, was grün ist, perfekt für sie.

Laura-Mary: Exakt (lacht).

Euer Sound klingt vor allem durch den Einsatz von elektronischen Elementen so neu. Aber anstatt wie viele andere Rockbands auf EDM-mäßige Gute-Laune Beats zu setzen, um mit dem poppigeren Ansatz mehr Leute zu erreichen, habt ihr dunkle, schwere und bedrohliche Synthies eingebaut. Warum habt ihr euch gegen den Trend entschieden?

Steven: Ich denke das ist einfach das, was natürlicherweise bei uns herauskommt. Wir haben bei der neuen Platte einfach noch eine Schippe draufgelegt was die düstere Stimmung angeht. Als wir angefangen haben, mehr elektronisches einzubauen, kam uns glaube ich nicht einmal der Gedanke, in die Pop-Richtung zu gehen. Es ist einfach cool, elektronische Instrumente zu benutzen, um bestimmte Gefühle zu erzeugen und Sounds, die mit echten Drums oder einer echten Gitarre nicht machbar wären. Du kannst einfach ganz besondere Atmosphären kreieren. Benutzt du einen Synthesizer um etwas richtig „low“ zu machen, hört es sich richtig „doomy“ an. Das liebe ich so an Songs wie denen von Portishead. Sie sind so „heavy“ und atmosphärisch, aber nicht „heavy“ wie ein Riff. Es ist für uns eine neue Art, eine „heavy“ Band zu sein. Glaub mir, wir werden niemals so elektronisch werden wie fucking Skrillex oder die ganzen anderen. Du wirst uns nie in den Top 40 Dance-Wasauchimmer-Charts finden. (lacht)

Das ist sehr beruhigend. Bei eurer aktuellen Platte passen diese dunklen Elemente auch ziemlich gut, da die Songs ziemlich ernste und gewichtige Themen thematisieren. War das Songwriting hier auch eine Art Selbsttherapie?

Laura-Mary: Auf jeden Fall. Aber genau genommen ist es das doch immer, oder?

Steven: Ich denke auch, dass Musik eigentlich immer Selbsttherapie ist.

Laura-Mary: Bei unserem neuen Album ist es aber deutlich persönlicher als bei den anderen, das stimmt schon.

Steven: Oh ja. Bei den meisten Lyrics, die ich geschrieben habe, fühlt es sich viel mehr danach an, dass ich über mich selbst singe. Bei den alten Sachen habe ich eher über Dinge von außen gesungen. Im Song „Anxiety“ geht es zum Beispiel um folgendes: Ich sehe nun ein, dass immer wenn etwas falsch läuft, die Gründe dafür eigentlich außerhalb liegen. Trotzdem absorbierst du das und zweifelst an dir selbst, denkst dir: Warte mal, liegt es an mir? Bin ich nicht gut genug? Bin ich es, der Mist baut? Darüber einen Song zu schreiben war echt hart und beängstigend um ehrlich zu sein. Sowas habe ich bisher eigentlich fast gar nicht in unserer Bandgeschichte gemacht, wenn es ums Texten ging. Aber hier hat es sich einfach richtig angefühlt. Das ist auf jeden Fall anders. Es ist weniger „Fuck the world“-mäßig wie wir es bisher geschrieben haben, du schaust eher auf dich und vielleicht ist es ja eher „Fuck me“ statt alle anderen (lacht). Wobei, ich realisiere gerade, dass es doch immer die anderen sind. Fuck everybody else! (beide lachen). Ich bin bereit, ein echt böses Album über meine Mitmenschen zu schreiben.

Das muss ich unbedingt hören. Aber jetzt ganz ehrlich: ist „Get Tragic“ dann nicht ein ziemlich ironischer Titel für so ein ernstes Album mit seinem Imperativ?

Steven: Ja. Er ist sowohl ironisch, als auch wieder nicht.

Laura-Mary: Ich kann mich auch gar nicht mehr daran erinnern, wie wir auf den Titel gekommen sind. Aber er hat sich einfach passend für diese unterschiedlichen Gründe angefühlt. Auf einer ironischen, einer ernsten und einer „Ihr könnt uns alle mal“-Art.

Steven: Genau, er passte einfach zu allen Elementen, wie wir uns damals gefühlt haben. Ursprünglich haben wir die Phrase nämlich benutzt, um Leute in Los Angeles zu verspotten. Dann haben wir sie auf uns selbst angewandt weil alles weiter schief lief. Die Phrase wurde zum Witz und wir mochten die Idee, dass “Get Tragic” so stilisiert geworden ist.

Kommen wir nochmal zur Selbsttherapie zurück: Mental Health ist in den letzten Jahren zu einem sehr wichtigen Thema in der Musikwelt geworden. Sie hat viele talentierte und gute Menschen wie Scott Hutchison, Chris Cornell, Chester Bennington und einige andere an Depressionen und Suizid verloren. Wie steht ihr zu der Thematik als Teil des Businesses?

Laura-Mary: Ich habe darüber in der letzten Zeit sehr viel nachgedacht und ich glaube endlich erkannt zu haben, was ich bisher nicht gesehen habe. Wir sind Teile dieser Maschine „Musikindustrie“. Wir machen Musik und wir machen damit Geld. Wir sind die Kreativen und ohne uns würden so viele andere Jobs drumherum gar nicht existieren. Und die Leute in diesen Jobs außerhalb der Musik wollen, dass du auch immer funktionierst, weil ihre Löhne davon abhängen. Als Musiker bist du auf diesem Fließband, wo du den ganzen Druck abbekommst. Du machst die ganze Arbeit und alle sorgen auch dafür, dass du sie machst. Sie handeln definitiv nicht in unserem Interesse. Wenn Leute psychische Probleme oder ähnliches haben, denken die sich nur: „Oh, das wird schon wieder. Mach einfach dies und das.“ Ich denke, das wird bei Kurt Cobain, Amy Winehouse und anderen wie ihnen auch so passiert sein. Es fühlt sich einfach so an, als ob sich niemand um dein Wohlergehen kümmern würde. Sie kümmern sich nur darum, dass du weitermachst und Geld reinbringst.

Steven: Das stimmt. Mental Health wird in letzter Zeit in vielen Branchen immer mehr anerkannt und untersucht, nur die Musikindustrie hängt da extrem hinterher. In anderen Berufen oder Institutionen wie Universitäten und Schulen hast du so etwas wie Vertrauenspersonen oder anderen Support. Psychologen oder Therapeuten, die dir helfen und bei denen du dich auch krankschreiben lassen kannst, wenn es dir mal echt nicht gut geht. In unserem Business hast du sowas überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass die Musik Leute mit emotionalen Kämpfen immer romantisiert hat. So etwas wird als cool angesehen. Die Leute sehen das nicht in dem Sinne, dass man diesen Menschen helfen sollte, sondern denken sich: „Oh, was für ein echter Künstler Kurt Cobain doch war!“ Sowas sollte man echt nicht feiern. Das ist fucked up. Hier geht es um Leute, die wirklich leiden.

Laura-Mary: Beim Touren ist das auch so. Natürlich lieben wir es und es ist auch ein Teil davon, wer wir sind. Gleichzeitig hast du aber überhaupt keinerlei Privatsphäre, fährst durch die Gegend, hast ständig diesen Druck abliefern zu müssen und kannst nicht schlafen. Es ist ein Kreislauf, mit dem manche schlechter zurechtkommen und manche besser. Kleinere Bands haben vielleicht nicht diesen Druck wie große, müssen aber teilweise unter viel unkonfortableren Zuständen touren. Es gibt also für alle genug Probleme.

Steven: Und gerade die Musik, wie viele andere kreative Branchen, zieht viele Menschen an, die von Anfang nicht gerade als stabil zu bezeichnen waren. Du nimmst also solche Leute und packst sie in eine Umgebung, die sie um ein vielfaches instabiler macht. Ohne Hilfssystem. Die Leute, die du genannt hast, sind deshalb gestorben. Ich will natürlich nicht sagen, Musik hat sie umgebracht, denn Musik hat sie auch zu dem gemacht, der sie waren.

Laura-Mary: Musik hilft ja auch vielen Menschen. Ich denke aber, dass eben auch in diesen Fällen in ihrem Umfeld Personen waren, die sie zu sehr gepusht haben und nur das Geld im Blick hatten.

Steven: Willkommen im Kapitalismus! Du musst funktionieren wie eine Maschine und arbeiten, bis du umfällst.

Laura-Mary: Genau, und in diesem Punkt ist die Musikindustrie abgefucked. Natürlich ist nicht alles so schwarzmalerisch, aber in puncto Mental Health schon.

Ich habe auch gelesen, dass obwohl eure Band ein perfektes Beispiel für Gender Balance ist (selbst mit den beiden neuen Live-Mitgliedern), die Leute euch zwei komplett unterschiedlich behandeln.

Steven: Das tun sie.

Laura-Mary: Ja, das stimmt. Natürlich nicht immer, aber irgendwie doch ziemlich oft.

Steven: Es hilft auch nicht, dass wir zwei so unterschiedliche Typen sind. Das macht es eigentlich noch schlimmer. Ich fühle mich da sogar ein wenig schuldig. Ich bin eine sehr kontaktfreudige Person, sehr sozial und gesprächig. In Situationen, wo sowieso schon eher mit dem Mann als der Frau geredet wird, mache ich es noch schlimmer. Ganz einfach dadurch, dass ich Ich bin. Ich quassele einfach drauflos und dann gibt es Interviews, wo die Journalisten durchgehend mich anschauen und niemals Laura-Mary. Bevor wir überhaupt unsere Münder aufmachen, stellen die ihre Fragen und schauen automatisch mich an. Auch bei irgendwelchen Meetings, bei denen wir mit der Band erscheinen – immer Augen zuerst auf mich.

Laura-Mary: Manchmal juckt mich das auch gar nicht. Es gibt aber auch Situationen, in denen ich deshalb so wütend werde, dass ich irgendwas kaputthauen könnte. Das ist einfach weird und ich glaube das wird sich leider auch nicht mehr ändern (lacht). Da habe ich mich auch schon irgendwie damit abgefunden.

Steven: Ich glaube es kann sich nur dann etwas ändern, wenn mehr Stellen in all den Bereichen um die Musik herum weiblich besetzt sind. Je mehr Frauen wir in den Medien, der Touring Crew oder Management haben, desto mehr wird sich zum Positiven verändern. Dann gibt es auch mehr Leute, die wissen, wie sich solche Situationen anfühlen und das auf keinen Fall reproduzieren wollen. Leider werden die verdammten alten Männer in der Musikindustrie sich nicht mehr verändern. Da muss erst die nächste Generation an Frauen kommen, um da was zu reißen.

Laura-Mary: Ich erkenne das auch erst jetzt. Wir sind auch letztens gemeinsam mit einem Mitglied der Band Savages getourt und sie erzählte mir, dass sie bisher noch in keiner ähnlichen Situation war. Ich glaube das liegt auch daran, dass sie einige Zeit später in die Branche eingestiegen ist. Ich war in unseren Anfängen damals noch total jung und da war das Verhalten Frauen gegenüber noch viel schlimmer. Es ist seitdem auf jeden Fall schon viel besser. Sie konnte gar nicht glauben, was ich ihr alles erzählt habe. Sie war richtig schockiert. Ich glaube es liegt auch an meinem Auftreten und meinem Look.

Steven: Ja, da kommt eben zum Tragen wie unterschiedlich wir zwei uns Benehmen. Du bist einfach sehr introvertiert und sprichst mit Bedacht. Da reagieren die Leute einfach anders darauf. Deshalb hat eine Band wie Savages vielleicht auch weniger Probleme. Die Sängerin wirkt tough und hat von Anfang an diese „Fuck You“-Attitüde. Da sind die Menschen automatisch eher vorsichtig, wenn sie mit ihr interagieren. Nur weil sie dann denken, dass sie dann nicht mehr so einfach mit ihrer typischen Verhaltensweise davonkommen. Aber das ist Bullshit, das sollten sie nie.

Laura-Mary: Das ist leider einfach noch zu sehr in den Köpfen der Gesellschaft verankert.

Steven: (zu Laury-Mary) Ich finde du kämpfst schon gut dagegen an, indem du jeden Abend auf der Bühne stehst und den Leuten zeigst, was du drauf hast. Das hat auf jeden Fall einen inspirierenden Effekt für Viele. Ich habe das Gefühl, dass so etwas mehr positiven Wandel verursachen wird als wenn du dich in den nächsten unfairen Situationen aufregst. Durch sowas machst du dir nur Feinde und bewegst gar nichts, auf der Bühne kannst du ein Idol für so viele junge Frauen sein und mit ihnen eine Revolution starten alá „Macht Musik und lasst uns den Laden verdammt nochmal verändern“. Bands sollten generell viel stärker zusammenhalten.

Laura-Mary: Genau. Wir sind diejenigen, die die ganze Zeit nur verarscht werden.

Steven: Und anstatt über das Album von Kollegen herzuziehen sollten wir uns lieber zusammenschließen. Solche Streitereien sind ein Geschenk für diejenigen, die uns ausnutzen.

Apropos die Welt verändern: Ich habe zum Abschluss ein kleines Gedankenspiel mitgebracht. Stellt euch vor, Greta Thunberg ruft euch an und möchte, dass ihr eine Hymne für die Fridays For Future-Bewegung schreibt. Wie würde so ein Song im Blood Red Shoes Style aussehen?

Steven: Er wäre auf jeden Fall sehr, sehr aggressiv; basierend auf unserer momentanen Mentalität. Um die Bewegung und auch Extinction Rebellion gut darzustellen, muss es sehr krass werden. Quasi die musikalische Form von „Jemand bei den Haaren packen und sein Gesicht gegen eine Wand schmettern“. Weil es einfach noch so viele Menschen gibt, die alles, was gerade passiert, vollkommen ignorieren. Ich versteh das einfach nicht. So egoistisch zu sein und zu glauben, sie würden verschont. Deshalb: ein sehr harter, schreiend aggressiver Song von uns.

Laura-Mary: Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

Ich auch nicht, deshalb vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die Show.

Christian Gschwilm

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Christian Gschwilm

Texter aus Leidenschaft, Konzert-Junky, Bierdeckelphilosoph. Kann ganz gut mit Worten jonglieren und kennt sich im Medien-Zirkus aus.